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  • Frank Schürmann

Emotionen im Beruf: Wenn unsichtbare Verletzungen das professionelle Auftreten verhindern

Stets professionell sein, souverän auftreten. Das sind Ansprüche, die nicht nur Selbstständige und Führungskräfte an sich stellen. Nicht immer gelingt das jedem zu jederzeit, das ist normal. Vielleicht, haben wir schlecht geschlafen, oder uns plagen private Sorgen. Wir reagieren dann auch einmal launisch oder handeln unfair. Wenn wir jedoch feststellen, dass wir immer wieder die Kontrolle über unsere Emotionen verlieren, stecken wahrscheinlich traumatische Erfahrungen und aus ihnen resultierende, unsichtbare Verletzungen dahinter. Wie eine Systemaufstellung helfen kann, professionelles Verhalten im Beruf zurückzugewinnen.


Unsichtbare Verletzungen brechen sich in vielen Lebensbereichen Bahn. Sie sorgen in der Partnerschaft für Konflikte, da durch einen bestimmten Trigger alte Verletzungen aktiviert werden, die mit dem aktuellen Gegenüber oder der Situation nichts zu tun haben. Manchmal verhindern sie sogar eine Partnerschaft, da der Beziehungspartner unbewusst spürt, dass bestimmte Muster wiederholt werden, er gar nicht gemeint ist. Auch im Berufsleben sorgen unsichtbare Verletzungen für wiederkehrende Unstimmigkeiten.


Persönlicher Erfolg kann durch sie nicht nur erschwert, sondern sogar effektiv verhindern werden. Wer innerlich verletzt wurde, traut sich oft nicht sie oder er selbst zu sein. Dabei ist gerade dieser Aspekt einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in der heutigen Arbeitswelt. Das beginnt schon beim Marketing, um das wohl kein Selbstständiger herumkommt. Wer nicht mit sich in Kontakt ist, den kann auch die beste Marketingstrategie nicht auffangen.


Menschen mit unsichtbaren Verletzungen sind an dieser Stelle deutlich im Nachteil – jedenfalls solange es ihnen nicht gelingt, an den Ursachen ihrer Verletzungen zu arbeiten und alte Muster und Verstrickungen zu hinterfragen und zu lösen, damit sie endlich sie selbst sein können.



Was ist nur wieder mit Frau Meier los? Eine Büroszene, wie sie wohl jeder schon einmal erlebt hat


Die Kollegen schauen sich fragend an. Ist das, was sie eben erlebt haben, wirklich geschehen? Frau Meier wirkt doch sonst so kompetent, ist stets adrett gekleidet und gut gelaunt. Morgens begrüßt sie jeden im Team mit Handschlag und abends ist sie eine von denen, die als letzte geht.


Die Mitarbeiter schätzen ihre offene, zugängliche Art. „Bei mir ist jeden Tag Tag der offenen Tür“, hat sie sogar einmal in einem Meeting kurz vor einem neuen Projekt verkündet. Jeder sollte wissen, dass sie da ist und zuhört, sollte es Schwierigkeiten in der Umsetzung geben.


Doch dann gibt es diese Momente, in denen die Teamleiterin wie ausgewechselt scheint. Schon kleine Anlässe genügen, um sie aus dem Konzept zu bringen. Kommt es zu einer solchen Situation, folgt auf einen emotionalen Ausbruch der temporäre Rückzug ins Büro. Niemand darf sie jetzt stören, alle Anrufe werden auf die Durchwahl der Assistentin umgeleitet.


Später trifft man sie dann auf dem Flur oder in der Küche wieder. Sie ist jetzt wortkarg, ihre Bewegungen hektisch. Nichts scheint mehr übrig von der Souveränität, die sie normalerweise ausstrahlt. Stattdessen hat Frau Meier eine unsichtbare Mauer vor sich hochgezogen. Die Mitarbeiter spüren deutlich, dass etwas nicht stimmt, dass die Atmosphäre unterkühlt ist.



Zu Situationen wie der eben geschilderten kommt es täglich tausendfach. Auch Selbstständige kennen sie, zum Beispiel im Umgang mit Kunden oder Geschäftspartnern.



Den Betroffenen selbst sind solche Momente oft extrem peinlich. Sie wissen insgeheim, dass ihr Verhalten eigentlich unangemessen ist, schaffen es jedoch nicht, in der Situation, bei sich zu bleiben. Es ist beinahe so, als ob für einen Augenblick jemand anderes die Regie über ihre Emotionen übernimmt.



Fühlen Sie sich im Beruf immer wieder von Ihren Emotionen überrannt? Wünschen Sie sich ein besseres Verständnis für Ihre Handlungsmuster und die Möglichkeit, passendere Verhaltensweisen zu leben? Egal ob Sie selbstständig, angestellt, oder eine Führungskraft im Unternehmen sind: Am Samstag, 10. August 2019, haben Sie die Möglichkeit, Ihr Anliegen mit Hilfe meiner Aufstellungsgruppe zur Klärung zu bringen. Mehr Informationen und Kontakt via E-Mai an mail@schuermann-solutions.de




Unangenehme Trigger im Job – was sie bedeuten und woher sie kommen


Wenn plötzlich unpassende Emotionen hochschießen, sind unsichtbare Verletzungen ein typischer Grund dafür. Oft gehen sie zurück auf lange zurückliegende, vom direkten Bewusstsein abgespaltenen Erlebnissen aus der Vergangenheit. Wir können uns nicht oder kaum mehr an sie erinnern und doch beeinflussen sie unser Verhalten so, als ob sie erst vor Kurzem geschehen wären.


Manch einem fällt beim Lesen dieser Zeilen vielleicht tatsächlich das eine oder andere ein, das die eigene Psyche überfordert hat. Wer jetzt aber vorschnell denkt „Ach, das ist so lange her, da stehe ich doch drüber“, macht es sich zu einfach:



Die menschliche Psyche drängt es zur steten Wiederholung und zwar solange, wie sie keine Gelegenheit hatte, das Erlebte zu begreifen und zu verarbeiten.



So kommt es, dass wir unbewusst immer wieder neue Situationen heraufbeschwören, die dem Ursprungsereignis oder bestimmten Menschen, die darin eine zentrale Rolle spielten, ähnlich sind. Wir fühlen uns vom Verhalten dieser Menschen schnell getriggert, weil sie für uns etwas spiegeln, dass unser Unbewusstes an zurückliegende, unangenehme Ereignisse erinnert. Alte Wunden werden so immer wieder von Neuem aufgerissen und haben keine Chance, zu heilen.



Eine Systemaufstellung bringt Klarheit über individuelle Verhaltensmuster und mit ihnen verknüpften Emotionen


Unsichtbare Verletzungen haben fast immer Auswirkungen auf sämtliche Lebensbereiche. Gerade im Job können sie jedoch besonders störend sein. Sie können die eigene Karriere ausbremsen, obwohl es an Talent und Kompetenz nicht mangelt. Wenn unsichtbare Verletzungen im beruflichen Kontext getroffen werden, geht das fast immer zu Lasten der Professionalität und des Auftretens, also den so genannten Soft Skills.


Wie lässt sich das verändern? Ein erster Schritt ist es, die Auslöser zu erkennen und zu benennen. Dabei kann eine Systemaufstellung wertvolle Dienste leisten. Sie bietet die Möglichkeit, einerseits mit klarem Blick auf konkrete Situationen im Job zu schauen und andererseits die dahinterliegenden Muster und Verstrickungen zu erkennen. Dabei helfen Stellvertreter, die für Kollegen, Vorgesetzte und Geschäftspartner stehen. Für eine Klärung auf tieferer Ebene können zusätzlich Familienmitglieder, aus der aktuellen Familie und der Herkunftsfamilie, einbezogen werden.



So ergibt sich oft recht schnell ein klares, greifbares Bild der tatsächlichen Situation im Beruf. Im geschützten Raum einer Aufstellung wird nachvollziehbar, weshalb wir so stark auf bestimmte Menschen oder Situationen reagieren.



Wer seine Emotionen nachvollziehen kann, kann sie besser kontrollieren und willentlich beeinflussen. Es entstehen so ganz neue Handlungsspielräume, es können verborgene Ressourcen entdeckt und nutzbar gemacht werden.


Fühlen Sie sich im Beruf immer wieder von Ihren Emotionen überrannt? Wünschen Sie sich ein besseres Verständnis für Ihre Handlungsmuster und die Möglichkeit, passendere Verhaltensweisen zu leben? Egal ob Sie selbstständig, angestellt, oder eine Führungskraft im Unternehmen sind: Am Samstag, 10. August 2019, haben Sie die Möglichkeit, Ihr Anliegen mit Hilfe meiner Aufstellungsgruppe zur Klärung zu bringen. Mehr Informationen und Kontakt via E-Mai an mail@schuermann-solutions.de





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