Welche Führungsstile gibt es?

In Unternehmen kommen verschiedene Führungsstile vor. In der Arbeitswelt 4.0 erleben wir einen Wandel der Einstellungen: Galt früher die Maxime "Verdiene viel Geld, dann hast Du viel Macht!", geht es Führungskräften von heute viel eher darum, eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu erreichen und zu halten.

Weil die Digitalisierung die Arbeitswelt noch immer wandelt, finden wir bis heute die folgenden fünf klassischen Führungsstile in Unternehmen vertreten: 

Autoritärer, oder patriarchaler Stil:

Er wird vertreten durch eine starke Führungspersönlichkeit, die stark an ihren Aufgaben orientiert ist. Wichtigste Priorität hat die zeitnahe und effiziente Umsetzung von Arbeitsaufgaben. Die Führungskraft übernimmt die volle Verantwortung für das Team. An Mitarbeiter wird die Erwartung gestellt, Aufgaben nach Weisung umzusetzen.

 

Häufig ist dieser Führungsstil noch in kleineren Familienunternehmen zu finden, hat jedoch inzwischen immer mehr ausgedient. Agile Unternehmen setzen heute im allgemeinen nicht mehr auf diesen Stil, da er Kreativität zu stark verhindert. 

Laissez-fairer Stil: 

Mitarbeiter werden in die Lage versetzt, vieles selbst entscheiden zu können. Im Gegensatz zum autoritären Führungsstil, wird ihnen hier viel Eigenverantwortung übertragen. Das gibt Spielraum für neue Ideen und bietet einen guten Nährboden für Innovationen.

Ein Nachteil ist sicher, dass die Führungskraft in Konfliktsituationen oft zu langsam eingreift, oder überhaupt erst sehr spät davon Kenntnis erhält. Nicht alle Mitarbeiter sind in der Lage, ohne feste Strukturen zu arbeiten. 

Karitativer Stil: 

Die Führungskraft hat die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter im Fokus. Es ist ihm wichtig, dass sich alle wohlfühlen und gut miteinander auskommen. 

Ein Nachteil ist, dass die Umsetzung von Aufgaben bei diesem Führungsstil oft eher in den Hintergrund rückt. 

Kooperativer Stil:

Ihm ist es wichtig, die Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einzubinden. Er ist sowohl am Wohlergehen des Teams orientiert, als auch an der effizienten Erledigung von Aufgaben. 

Ein Nachteil kann entstehen, wenn sich Entscheidungen und Prozesse sich erheblich verzögern, weil die Führungskraft den Eindruck hat, noch nicht alle im Team genügend angehört und berücksichtigt zu haben. 

Situativer Stil: 

Wer sich fragt, ob es einen nahezu perfekten Führungsstil gibt, findet ihn mit dem situativen Stil zu führen! Dieser Führungsstil vereint alle positiven Eigenschaften der vorgenannten Stile. Er zeichnet sich aus durch eine hohe Flexibilität.

 

Führungskräfte, die ihn leben, verfügen über eine hohe Sensibilität gegenüber ihren Teammitgliedern, eine gute Beobachtungsgabe und eine hohe Zielorientiertheit. Es ist derjenige Führungsstil, der in der Zukunft am stärksten nachgefragt sein wird!  

 

 

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